Sächsische Andenexpedition 2002 Ein kleiner Vorabbericht von Frank Meutzner, 7.3.02 Fotos: © Götz Wiegand und Frank Meutzner Hier gehts zur Bildergalerie ![]() Im August 2001 war es dann spruchreif. Sofort kamen eine Menge Freunde die davon hörten und mitfahren wollten. Schnell waren es 14 Leute u.a. einige Freunde die schon an Achttausendern unterwegs waren. Da wir natürlich vom Rummel am höchsten Berg Südamerikas wußten, dachten wir uns einen Plan aus, der etwas mehr Ruhe versprach. So wie bei den letzten Expeditionen im Himalaya zu Makalu und Everest wollten wir uns also erst an einem anderen Berg akklimatisieren. Der Marmolejo, 6110m hoch, als Hausberg von Santiago de Chile bezeichnet, nur 90 km von der Millionenstadt entfernt, schien uns das optimale Ziel zu sein. Da er recht wenig frequentiert wird und als technisch einfach gilt, wollten wir uns dort genug Zeit nehmen um möglichst perfekt akklimatisiert danach zum Aconcagua zu gehen. Außerdem gilt der Marmolejo als südlichster Sechstausender der Welt, ein kleiner Anreiz also dazu. Hier vorerst ein Miniabriß der Tour zum Marmolejo (später gibt es mehr Infos, Fotos und Tipps): ![]() -19.1. ins Maipotal gefahren zur Refugio Aleman -ab 20.1. dann in die Berge und dort 2 Hochlager erkundet, teilweise eingerichtet (4250m und 5000m) und mehrfach oben geschlafen wegen der Akkli -ab 26.1.in zwei Gruppen dann Gipfelversuche -29.1. 10 Leute erreichten bei eisiger Kälte und Sturm den Gipfel -30.1. 3 Leute erreichten unter den selben Bedingungen den Gipfel -nochmal im oberen Lager zur Akkli geschlafen, Abstieg in Basislager und Rückmarsch ACONCAGUA 6959 Meter Am 2.2. setzten wir nach Argentinien um. In Mendozza war alles friedlich, von den Unruhen wegen des Verfall des Pesos zum Dollar war nichts zu spüren. Alle waren gut akklimatisiert und zuversichtlich Das von jeder Person benötigte Permit holten wir am nächsten Tag ab und fuhren zurück gen Grenze. Gegen 14.00 Uhr starteten wir bei 40 plus Grad in Puenta de Vacas. Am 5.2. erreichten wir nach einem dreitaegigen Marsch durch das trockene und staubige Vacastal das 4100 m hoch gelegene Basislager "Plaza de Argentinas" an der vergletscherten Ostseite des Aconcagua, der weniger besuchten Seite. Ca. 40 Zelte standen dort im Gegensatz zur "Normalanstiegsseite" wo bis zu 200 Zelte stehen. Da alle sehr gut akklimatisiert waren, entschlossen wir uns zu einem sportlichen anspruchsvollen Anstieg im sog. Alpinstil, d.h. es werden vorher keine Hochlager eingerichtet sondern der Anstieg erfolgt unter Mitnahme der gesamten Ausrüstung und Verpflegung. Das abends errichtete Lager muss früh wieder abgebaut und alles mitgenommen werden. Die Teilnehmer hatten dabei zwischen 20 und 26 kg zu tragen, ein enormes Gewicht für diese Höhen. Am 7.2. starteten 13 der 14 Expeditionsmitglieder aus dem Basislager (Mattel war mit seinem Erfolg am Marmolejo zufrieden genug) und erreichten nach zwei Hochlagern auf 4900m und 5750m schon am 9.2. alle den Gipfel über die sogenannte "False Polish-Route" die auf ca. 6250m auf den Normalaufstieg trifft. ![]() Der einzige Wermutstropfen , die durch den heftigen Sturm nicht begehbare "Direkte Polenroute" durch das Gipfeleisfeld. 5 Alpinisten des Teams wollten diese Route durchsteigen, mussten aber wegen extremer Sturmböen in den Morgenstunden, auf die andere Route umsteigen. ![]() ![]() Zurück in der Heimat entschlossen sich Götz und ich jetzt kurzfristig, auch bestärkt durch den Erfolg am als "Der Unterschätzte" genannten Aconcagua, Mitte Mai zum höchsten Berg Nordamerikas, dem 6194 m hohen Mount Mc Kinley, zu fahren. Der in Alaska stehende Denali, wie er von den Einheimischen genannt wird, gilt als kältester Berg der "Seven Summits" ,der höchsten Gipfel aller Kontinente. Uns reizt der Berg mit seinem unwirtlichen Umfeld, den vielgepriesenen Naturkontrasten und den schwierigen Witterungsbedingungen. Im Herbst machen wir dann eine Erkundungstour im Himalaya. Ziel ist der Kangchendzönga, dritthöchster Berg der Erde. Im Frühjahr 2003 geht es dann wieder an einen Achttausender. Im Visier diesmal der 8167m hohe Dhaulagiri, den wir im letzten Herbst erkundeten. Hier gehts zur Bildergalerie Expeditionen/Trekking Zur SHG Hauptseite |